RTD 3D LaserScan
Um äußere Korrosion an Rohrleitungen zu bestimmen, werden technische Hilfsmittel, wie Tiefenmaß, Mikrometertiefenmesser mit Brücke, Lineal, Profilmessinstrumente, Ultraschall-Stiftsonden usw. verwendet. Die neueste Entwicklung zur Erfassung der Geometrien und Tiefen von Oberflächenkorrosion ist die Lasertechnologie.
Technologie
Mit einem LaserScanner können an frei zugänglichen Rohrleitungen in kurzer Zeit Korrosionsstellen präzise erfasst und dokumentiert werden. Der Laser ist auf einem 7-achsigen Messarm montiert, mit dem die x-, y- und z-Koordinaten der Prüfoberfläche in einem sehr feinem Messgitter aufgezeichnet, analysiert und in 2D- bzw. 3D-Bildern, unter Berücksichtigung einer bekannten Wanddicke, dargestellt werden.
Messen
Die Messverfahren zur Erkennung und Analyse von Korrosionsschäden werden immer weiter verbessert. Dabei kommt der Erfassung und Beurteilung der durch In-Line Inspektion (I.L.I.) oder anderer Inspektionstechniken aufgespürten Unregelmäßigkeiten eine immer größere Bedeutung zu. Von der genauen Analyse der detektierten Bereiche (Länge, Größe und Tiefe) sind oft wichtige und auch kostenintensive Entscheidungen abhängig. Bisher wurde Oberflächenkorrosion aufwendig mit den zuvor genannten Hilfsmitteln teilweise mit sehr groben Gitternetz 25 x 25 mm vermessen und beurteilt. Häufig war es schwierig und zeitraubend, den tiefsten Punkt zu finden. Der 3D-LaserScanner misst vor Ort die vollständige Geometrie der Korrosion mit einem feinen Gitternetz. Die nummerischen x-y-z Koordinaten werden digital gespeichert und der tiefste Punkt der Korrosion mit einer speziellen Software leicht bestimmt.
Auswertung
Den Messwerten werden Farbbereiche zugewiesen, die auf einen Blick die kritischen Bereiche erkennen lassen. In sogenannten "Worse-case"-Profilen wird die größte Wanddickenminderungen dargestellt.
Equipment ( Ausrüstung )
Das halbautomatische System besteht aus einem LaserScanner, der auf einem 7-achsigen Mess-arm montiert ist, und einem Laptop. Hiermit können von einem Punkt aus Korrosionsgebiete mit einer maximale Ausdehnung von 2,5 m gescannt werden. Für größere Korrosionsgebiete müssen weitere Messpunkte definiert werden, oder es kann der RTD LPIT (G3Laser) benutzt werden. Die Analyse und Protokollierung erfolgt mit einer speziellen Software, die auch kundenspezifische Vorgaben berücksichtigen kann. Die Messgenauigkeit des Systems liegt bei ca. 0,1 mm, die Punktdichte kann bis zu 0,025 mm bei einer Abtastrate von 23.000 Punkten/s betragen.
Beurteilung
Mit den digitalisierten Daten des LaserScanners ist es möglich die Korrosion zu analysieren und Standzeiten sowie maximal zulässige Drücke entsprechend den technischen Regelwerken, z.B. ASME B31.G, RSTRENG, BS7910, Finite Element Methods, zu berechnen.
Vorteile
- Detaillierte Information über die Korrosionsausmaße
- Analyse und Berechnung von Standzeiten und maximal zulässigen Drücken
- Portables Prüfsystem - Auswertung der tiefsten Bereiche und Stellen
- Verringerung der Inspektionszeit
- Planbare Reparaturen (Druckminderung, Außerbetriebnahmen)